Russische Hochzeit in Deutschland - Teil 2

Eine russische Hochzeit wird großzügig gefeiert

Eine russische Hochzeit wird großzügig gefeiert

Hochzeit großzügig zu feiern!

Unsere russischen Landsleute lieben es, die Hochzeit großzügig zu feiern!

Sie entscheiden sich oft für ein Menü mit Service, was sehr elegant und feierlich ist. Die Auswahlder Gerichte ist sehr umfangreich, z.B. kalte und warme Vorspeisen, Suppe, Hauptgang Fisch, Sorbet, Hauptgang Fleisch, Dessert, Käse, Espresso. Dabei gibt es reichlich Auswahl an Getränken: weiße und rote Weine, Sekt, Aperitif, Weinbrand, Wodka usw. Die Gäste essen und trinken viel, aber dabei wird auch viel getanzt, gespielt und gesungen.

Statt einem Menü lieber ein Buffet

Die Deutschen wünschen sich statt einem Menü lieber ein Buffet, was zwar eine lockere Atmosphäre schafft, aber auch eine rege Rennerei verursacht.

Ein Buffet ist allgemein kostengünstiger als ein Menü, aber das hängt von den gewählten Speisen und dem Umfang ab. Einer alten Tradition folgend, bekommen die Brautleute von ihren Eltern, Freunden, Verwandten und Bekannten eine große Menge Blumen, Souvenirs, verschiedene Geschenke und Kuverts mit Geld. Dieser Brauch ist zu uns aus den früheren Zeiten gekommen. z.B. nach einem Brauchtum in Bayern wurde dem Brautpaar Geld in einem Tuch mitgebracht, damit die Brautleute nicht allein die Kosten für die Hochzeit tragen mussten. Dieser Brauch wird heute in fast allen Ländern gepflegt. Unterschiedlich sind nur die Geschenke selbst, und die Art und Weise, wie und wann man die Geschenke überreicht.

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Der russischer Brauch "Gorko"

Einem Brauch aus Russland folgen unsere Landsleute auf jeder Hochzeit, und zwar, dass immer wieder „Gorko“ gerufen wird.

Woher dieser Brauch kommt, weiß man nicht genau. Der Brauch hat einen fernen Ursprung. Früher ist die Braut mit einem Tablett mit Schnapsgläsern auf der Hochzeit herumgegangen. Die Gäste legten einige Scheine auf das Tablett und nahmen sich ein Glas mit Schnaps. Nachdem sie den Schnaps getrunken haben, sagten sie „Gorko“! was in Deutsch „Bitter“ heißt. Dabei mussten sich die Braut und der Bräutigam küssen. Das Wort „Gorko“ ist eine spaßige Aufforderung geblieben, dass die Brautleute sich küssen sollen.
Es ist ein rein russischer Brauch. Ihm wird nur in Russland und bei unseren Landsleuten in Deutschland gefolgt.
Sehr beliebt ist in vielen Ländern der Brauch der Brautentführung. Er hat seinen Ursprung im Mittelalter. Heutzutage wäre eine Braut tief enttäuscht, wenn sie an ihrer Hochzeit nicht entführt würde. Es sind die Freunde des Bräutigams, welche abwarten, bis sich ein günstiger Moment ergibt, um die Braut verschwinden zu lassen. Der Bräutigam muss sich schnell auf die Suche machen, denn die russische Hochzeit ( swadba ) kann ohne die Braut ja nicht weitergehen. Nachdem er seine Braut gefunden hat, muss er sie mit einem Getränk auslösen. Heute ist dieser Brauch bei den Deutschen nicht sehr beliebt, weil sich die Abwesenheit des Hochzeitspaares negativ auf die Stimmung der Gäste auswirkt. Aber in Russland und bei unseren Landsleuten ist der Brauch der Brautentführung immer noch sehr beliebt.

Schleierabnahme ist ein sehr wichtiges Ritual

Sofort nach dem Aufschneiden der Hochzeitstorte findet die Schleierabnahme statt.

Die Brautjungfern oder die Patentante der Braut nimmt der Braut den Schleier ab und bindet ihr ein Tuch und eine Schürze um, die die Attribute des Frauenschicksals bedeuten.

Der Brautführer nimmt dem Bräutigam die Boutonniere ab. Diesem Ritual nach verabschieden sich die Brautleute von dem Junggesellenleben.

Heute findet zum Schluss der Hochzeit der Schleiertanz statt. Während das Brautpaar tanzt, versuchen die Frauen der anderen Tanzpaare ein Stück vom Schleier als Glücksbringer für sich abzureißen. Wer das größte Stück hat, ist vielleicht die nächste Braut. Zum Abtanzen wird üblich einen extra Schleier aus billigem Tüll getragen. Die nächste Braut kann man unter den anwesenden unverheirateten Frauen auch folgendermaßen ermitteln. Traditionell wirft die Braut ihren Blumenstrauß mit geschlossenen Augen oder mit dem Rücken zur Hochzeitsgesellschaft stehend. Die nächste Braut wird diejenige, die den Brautstrauß fängt. Dieser Brauch ist ein fester Bestandteil auf jeder modernen Hochzeit. Der Bräutigam wirft die Boutonniere auch mit geschlossenen Augen den unverheirateten Männern zu. Der jenige, der die Boutonniere fängt, wird der nächste Bräutigam. Nachdem neue Braut und Bräutigam ermittelt sind, findet ein neuer Tanz statt: die frischvermählte Eheleute und das neue Brautpaar tanzen zusammen.

In Russland ist es üblich, dass die Hochzeit 2 Tage lang gefeiert wird.

Am Samstag findet die standesamtliche Zeremonie und die Hochzeitsfeier im Hause des Bräutigams statt. Am Sonntag wird im Hause der Braut gefeiert. Wenn eine kirchliche Trauung vorgesehen ist, findet sie auch am Samstag statt. Bei unseren Landsleuten findet die standesamtliche Zeremonie traditionell nicht am gleichen Tag mit der kirchlichen Trauung statt. Selbst die Hochzeitsfeier findet nicht am gleichen Tag mit der standesamtlichen Trauung statt. Nach der standesamtlichen Trauung könnte z.B. ein Sektempfang stattfinden. Zu dem Sekt werden kleine Häppchen serviert. Als Snack bietet sich allerlei Fingerfood an.

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