In Norwegen, Schweden

Mo, 20/08/2012 - 15:01
Hochzeitsbräuche in Norwegen und Schweden

Hochzeitsbräuche in Norwegen und Schweden


Hochzeitsbräuche in Norwegen

Wie auch in den anderen skandinavischen Ländern waren in Norwegen die vorehelichen Beziehungen weit verbreitet.

Die jungen Leute lebten erst einige Jahre zusammen, bekamen Kinder und heirateten erst dann.

Im Mittelalter wurde im Gegensatz sehr früh geheiratet. Das junge Brautpaar wurde von den Eltern getraut. Ab 14 Jahren konnten sich die kindlichen Ehepartner erst für eine Ehescheidung entscheiden, aber auch nur dann, wenn das Mädchen noch eine Jungfrau war.

Im 19. Und 20. Jahrhundert durften sich die Kinder vor der Ehe kennenlernen und die ganze Verwandtschaft musste mit der Eheschließung einverstanden sein.

An den Hochzeitsvorbereitungen nahm die ganze Gemeinde teil, denn die Familie konnte unmöglich ein Essen für 300 Leute vorbereiten.

Die Hochzeitsfeier wurde über mehrere Tage gefeiert

Die Hochzeitsfeier ging zwei bis sieben Tage lang, jeder Tag hatte einen Namen und diente einem bestimmten Zweck.

Nach der kirchlichen Trauung fuhr das junge Brautpaar in das Haus des Bräutigams. Die Gäste haben es dann mit Roggen und Gerste beworfen, die Braut musste versuchen die Körner aufzufangen, denn je mehr Körner sie fing, desto mehr Glück hatte das Brautpaar.

Während des ganzen Hochzeitsfestes trug die Braut eine schwere Silberkrone, das war ein Grund, warum sie sich an ihrer eigenen Hochzeit nicht wirklich gut und wohl fühlte. Ein traditionelles Hochzeitsgericht war der sogenannte “Brautbrei”, der aus Weizen und Sahne bestand.

Dieser Brei wurde gegessen, als die Braut ihre Hochzeitstracht abgelegt und ein Kleid für verheiratete Frauen angezogen hatte.

Am Ende der Feier ging die Braut mit Käse von Gast zu Gast und überreichte jedem ein Stückchen. Je nach dem wie ordentlich der Käse geschnitten war, wurden die hausfraulichen Fähigkeiten der Braut beurteilt.

Hochzeit in Norwegen heute

Heutzutage wird die Hochzeit in Norwegen viel bescheidener gefeiert, meistens nur mit der Familie und Freunden. Die meisten Hochzeitsbräuche, die früher üblich waren, sind heute nicht mehr vorhanden.

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Hochzeitsbräuche in Schweden

Hochzeitsbräuche in Schweden

In Schweden waren voreheliche Beziehungen ähnlich verbreitet wie in Norwegen. Eine voreilige Eheschließung galt als unüberlegt. Die jungen Paare bekamen einige Kinder vor der Hochzeit, da dies zeigte, dass sie auch in der Ehe Kinder bekommen konnten.

Die Verlobungsfeier im Hause der Braut

Die Verlobungsfeier fand meist im Hause der Braut statt. Ein Priester hielt eine Predigt und das Paar tauschte die Verlobungsringe aus. Die zukünftige Braut wurde vom Bräutigam beschenkt. Danach ging die Braut mit ihren Verwandten zum Haus des Bräutigams und beschenkte seine Familie. Abends wurde dann erneut bei der Braut gefeiert. Die Feier galt als “Vorhochzeit”. Der Bräutigam konnte nun jeden Sonntag bei der Braut übernachten. Zwischen der Verlobung und der Hochzeit lagen allerdings einige Jahre.

Die Hochzeit wurde eine Woche lang gefeiert

Die Trauung fand dann entweder bei der Braut oder in der Kirche statt. Alle Verwandten wurden zur Hochzeit eingeladen, die Hochzeitsfeier ging fast eine Woche lang, alle Gäste brachten deshalb Lebensmittel mit, vor allen Dingen Käse und Brot.

Die Hochzeiten fanden damals entweder nach der Ernte im Herbst oder zwischen Weihnachten und Silvester statt.

Ab dem 20. Jahrhundert wurden sie dann auch in anderen Monaten gefeiert. Ab demselben Jahrhundert war das weiße Hochzeitskleid und eine Myrten- oder Silberkrone ein Muss. Die Schweden glaubten, dass das Brautpaar die Fruchtbarkeit desViehs beeinflussen konnte, deswegen ging das frisch vermählte  Brautpaar in den Stall, wo die Braut im Hochzeitskleid eine Kuh melkte.

Hochzeit heute in Schweden

Heute wird die Hochzeit bei den Schweden bescheiden gefeiert und geht nur einen Tag lang.

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