Kirchliche Trauung

Fr, 17/08/2012 - 11:04
Kirchliche Trauung

Kirchliche Trauung - ist heute wieder sehr wertvoller Bestandsteil der Eheschließung

Kirchliche Trauung - ein integrierter Bestandteil des Familienlebens

Seit Jahrhunderten ist die kirchliche Trauung in vielen Ländern ein integrierter Bestandteil des Familienlebens.

Unseren Vorfahren war es unvorstellbar eine Ehe ohne Gottes Segen einzugehen.
Die orthodoxe Kirche betrachtet die Ehe als eine vielseitige enge Verbindung zw. Mann und Frau für das Zusammenleben. Die orthodoxe Kirche meint, dass das Wichtigste für das Familienglück die gegenseitige Hilfe und Unterstützung, und Nachsicht für die Schwächen des Partners ist. Die christliche Ehe ist auf Kindergeburt und gegenseitige Erleichterung des Lebens gerichtet.
Die Kirchliche Trauung besteht aus drei Teilen und wird folgendermaßen durchgeführt:
Ringtausch im Tempel (orthod. Kirche)
Die Trauung selbst (Aufsetzen der Kronen)
Dankgebet

1. Ringtausch

Am bestimmten Zeitpunkt erscheinen die Brautleute an der Kirche. Der Mann seine soll die Frau von Gott übernehmen.
Die Brautleute werden von dem Priester in die Kirche hineingeführt.
Mit 3-maliger Bekreuzigung segnet der Priester zuerst den Bräutigam und dann die Braut. Gleichzeitig spricht er: “Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes”. In der Hand hält er brennende Kerzen.
Bei jedem Segen bekreuzigen sich die Brautleute 3-mal und übernehmen vom Priester die brennenden Kerzen. Die brennenden Kerzen bedeuten Liebe, die rein sein soll, Keuschheit der Braut und des Bräutigams, und die Gnade Gottes.
Dann betet der Diakon für die “Rettung” der Eheleute.
Nach dem Gebet nimmt der Priester die Eheringe vom Altar und mit 3-maliger Bekreuzigung steckt er zuerst dem Bräutigam den Ehering an und danach der Braut. Dabei spricht er: “Damit wird ein Heiliger Bund zwischen den Gotteskindern (Namen des Bräutigams und der Braut) geschlossen. Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes”. Die Ringe haben eine wichtige Bedeutung: es ist nicht nur eine Gabe des Bräutigams an die Braut, sondern auch ein Zeichen für das ewige, unzerbrechliche Bündnis zwischen ihnen. Nach dem Segen des Priesters tauschen die Brautleute ihre Ringe. Der Bräutigam steckt seinen Ring der Braut an, als Zeichen seiner Liebe und Bereitschaft ihr das ganze Leben zu helfen; die Braut steckt ihren Ring auf den Finger des Bräutigams, als Zeichen ihrer Liebe und Treue und der Bereitschaft die Hilfe von ihm anzunehmen. Dann betet wieder der Priester: er bittet um Gottes Segen für das Brautpaar.

2. Kronenaufsetzung

Der Bräutigam legt seine rechte Hand auf die rechte Hand der Braut. Der Priester führt die Brautleute Hand in Hand zur Mitte des Tempels. Sie stellen sich auf einen Teppich aus weißem oder rosafarbenen Stoff (ein Trittbrett) - ein Symbol der Einigkeit und Freude auf das unzertrennliche Eheleben.
Die Braut und der Bräutigam stehen vor dem Heiligen Kreuz und antworten dem Priester auf seine Fragen, ob der Bräutigam die Braut, und umgekehrt, heiraten möchten. Ohne gegenseitiges Einverständnis kann die Ehe nicht getraut werden.
Nachdem die Braut und der Bräutigam sich das “Ja-Wort” gegeben haben, geht der Priester zum Gottesdienst über. Der Priester bittet Gott das Brautpaar zu segnen.
Nach diesem Gebet folgt das Aufsetzen der Krone. Der Priester nimmt die Krone, bekreuzigt damit den Bräutigam und sagt: “Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes wird das Gotteskind (Name des Bräutigams) getraut”. Dann lässt der Priester den Bräutigam das Heiligenbild von Christus, dem Erretter an der Krone küssen und setzt die Krone auf den Kopf des Bräutigams auf. Das gleiche wird mit der Braut durchgeführt.
Die Kronen, die dem Brautpaar auf die Köpfe aufgesetzt werden, symbolisieren die Ehre des Bundes Gottes mit der Kirche.
Die Braut und der Bräutigam stehen mit den aufgesetzten Kronen vor der Gemeinde,und erwarten Gottes Segen. Der Priester spricht: “ Lieber Vater im Himmel! Mit Ehre traue Sie! Dieser Aufruf wird 3-mal wiederholt und 3-mal werden die Eheleute im Gottes Namen vom Priester gesegnet.
Nach all den Gebeten des Priesters und der Kronenaufsetzung folg eine Lesung aus dem Evangelium.
Danach kommt ein besonderes Gebet, in dem Gott gebeten wird, die Eheleute in Frieden und Einverständnis leben zu lassen; dass die Ehe ehrlich und das Zusammenleben rein bleibt.
Dann wird ein Kelch mit Rotwein gebracht, der Priester segnet ihn für den gesamten Umgang des Mannes mit der Frau. Von nun an, muss es für das Ehepaar alles gemeinsam geben - die Freude, das Glück und Unglück, die Not und der Kummer. Der Wein wird als Zeichen der Freude verteilt. Der Priester lässt das junge Ehepaar 3-mal aus dem Kelch  trinken - zuerst den Mann, als Familienoberhaupt, dann die Frau. Es werden üblicherweise 3 kleine Schlückchen getrunken.
Danach verbindet der Priester die rechten Hände der Braut und des Bräutigams und legt seine rechte Hand auf ihre Hände auf. Das bedeutet, dass durch die Hand des Priesters der Mann seine Frau von der Kirche bekommt, und dass die beiden in Gottes Namen für ewig verbunden sind.
Anschließend führt der Priester die Eheleute 3-mal um das Lesepult herum (Lesepult ist ein hoher Tisch, wo das Evangelium und das Kreuz liegen). Der Kreis in dem die Eheleute laufen symbolisiert die Ewigkeit.
Dann nimmt der Priester die Krone von dem Kopf des Ehemannes, lässt ihn das Heiligenbild des Christus küssen und wünscht dem Mann alles Gute im Leben, das gleiche wird auch mit der Frau durchgeführt.
Zuletzt folgt ein Gebet, in dem der Priester Gott um Frieden für die Eheleute bittet.

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Kirchliche Trauung in Russland

3. Die Genehmigung der Kronen

Nach der Kronenaufsetzung folgt die nächste Aktion - die Genehmigung der Kronen.
Zuerst wird ein Gebet gelesen, in dem Gott gebeten wird die Kronenaufsetzung zu genehmigen und zu segnen, damit die Ehe das ganze Leben nicht geschieden wird.
Dann bekreuzigt der Priester die Eheleute und gratuliert ihnen, dass sie den Segen Gottes für das Eheleben bekamen.
Als nächstes führt der Priester die Eheleute in den Altarvorraum, wo sie Ikonen küssen, mit welchen sie von ihren Eltern vor der Trauung gesegnet wurden.
Anschließend wird den Eheleuten von allen Anwesenden der kirchlichen Trauung gratuliert. Ihnen wird ein langes glückliches Leben, Kinder und Enkelkinder, große Liebe gewünscht.

4. Dankgebet

Bei der kirchlichen Trauung muss man auf folgendes achten:
die Trauung wird nicht am Dienstag, Donnerstag, an Sonn- und Feiertagen, während großen Fastens und anderen kirchlichen Festtages durchgeführt.
Bei der kirchlichen Trauung müssen alle Verwandte, Freunde und andere Gäste frühzeitig in der Kirche erscheinen und sich in bestimmter Reihenfolge hinstellen: alle Gäste des Bräutigams stellen sich entlang der rechten Seite des Eingangs, die Gäste der Braut - entlang der linken Seite.
Für die kirchliche Trauung muss man folgende Sachen bereithalten:
Traukerzen, die man unbedingt in der Kirche kauft und dann das ganze Leben aufbewahrt.
Ikonen, die wie die Kerzen auch in der Kirche gekauft werden. Für die Braut wird die Ikone der Heiligen Mutter, für den Bräutigam - ein Christusbild gekauft.
Ein kleiner Teppich aus rosafarbenen oder weißem Stoff (Trittbrett). Es könnte ein Handtuch sein. Nach der Trauung bleibt das “Trittbrett” in der Kirche.
Das Traukleid soll weiß, hellblau, rosa oder creme sein. Es ist verboten ein violettes oder dunkles Kleid anzuziehen. Wenn das Kleid keine Ärmel hat, sollte die Braut Handschuhe anziehen, die die Arme bis zu dem Ellbogen abdecken. Zu dem Hochzeitskleid sollte die Braut eine Kopfbedeckung tragen: Schleier oder Hut
Der Bräutigam soll einen dunklen Anzug ohne Kopfbedeckung tragen.
Die Kleidung, die das Brautpaar währen der kirchlichen Trauung trug, werden ein Leben lang aufbewahrt. Diese Sachen darf man nicht verkaufen, weil sie vom Gott geweiht sind.
Eine Ehescheidung ist nicht erwünscht, aber in Ausnahmefällen erlaubt die Kirche die Scheidung.
Es ist nicht erwünscht, die Ehe mit einer Person anderer Konfession zu schließen. Aber auch hier gibt es Ausnahmen.

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