Heiraten in England

Hochzeitssitten und Bräuche in England

Hochzeitssitten und Bräuche in England

Hochzeit in England

Im 17. Jahrhundert stieg die Anzahl der Singles in England. Deswegen wurden sogenannte “Ehemessen” in den Großstädten organisiert, damit die jungen Leute die Möglichkeit hatten, einen potenziellen Partner kennenzulernen.

Problematisch war die Eheschließung wenn beide Ehepartner verschiedene Religionen hatten. Die Eheschließung unter diesen Umständen war damals strengstens verboten. Mit der Zeit nahm der Kapitalismus und seine Werte zu, die späten Eheschließungen und die frühen Ehescheidungen waren unter anderem der Grund, warum die Hochzeitsbräuche in England nach und nach verschwanden. Nur in einigen Gebieten sind die Bräuche noch vorhanden, und selbst dann nicht vollständig.

Tag des Heiligen Valentins

Am Vorabend zum Tag des Heiligen Agness haben einige Mädchen in England versucht durch Wahrsagerei ihr zukünftiges Schicksal als Braut zu beeinflussen. Dafür haben sie Brunnenwasser, Strümpfe, Schuhe und Zweige verwendet. Im 15. Jahrhundert entstand in England ein Volksglaube, dass am Tag des Heiligen Valentins, dem Beschützer aller Verliebten, sich die Leute alle ihre Ehepartner auswählen. Die Mädchen glaubten, dass der erste Mann, dem sie an diesem Tag begegnen, zu ihrem Ehemann wird.

Nach Feierabend sandten die jungen Männer ihren Geliebten verschiedene Kleinigkeiten zu. Zu den Geschenken fügten sie meistens ein Gedicht hinzu: “Wenn du mich liebst, Schicke mir ein blaues Band. Wenn du mich nicht liebst, Schicke mir ein grünes Band.!”

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Traditionen und Bräuche in England

 

  • Die blaue Farbe bedeutete bei den Engländern Hoffnung, die blauen Bänder gehören zu englischen Hochzeiten dazu.

  • Sehr wichtig war bei den Engländern der Monat und der Tag der Hochzeit. Der Mai zählte zu den ungeeigneten Monaten für Eheschließungen. Es hieß, wer im Mai heirate, quäle sich ein ganzes Leben.
  • Der beste Tag, um zu heiraten, war damals der Mittwoch.
  • Eine Tradition wird in England auch heute noch gewahrt, der Hochzeitszug wird nämlich mit Blumen bestreut.
  •  Der Hochzeitszug besteht aus den Eltern beider Seiten, und deren Verwandtschaft, den Freunden des Bräutigams und den Freundinnen der Braut.
  • Die Brautjungfern ziehen Kleider an, die die Braut ausgesucht hat und ihre Mutter bezahlt hat.
  • Die Trauzeugin schmückt am Tag der Hochzeit den Eingang mit weißen Blumen, da es ein Unglückszeichen ist, wenn die Braut selber schmückt.
  • Ein schlechtes Zeichen für das Brautpaar ist es ebenfalls, wenn die Glocke in der Kirche während der Trauung schlägt, deswegen wird am Eingang gewartet, bis das Schlagen aufhört.
  • Ein ähnlicher Brauch wie das Brautstrauß werfen ist, wenn der Bruder der Braut einen großen Schuh auf die Straße wirft. Das Mädchen, dass ihn als erstes kriegt, wird als nächstes heiraten.
  • Die Hochzeitstorte ist bis in die heutige Zeit sehr wichtig auf der Hochzeit. Es ist außerdem wichtig, dass die Braut sie selbst zuschneidet und den Gästen anbietet.
  • Die Hochzeitsfeier an sich darf einige Tage dauern, aber nicht länger als eine Woche.
  • Nach der Hochzeitsfeier fährt die Braut in ihr neues Zuhause. Wenn sie über die Schwelle stolpert, bringt es Unglück. Deswegen trägt der Bräutigam sie über die Schwelle.
  • Am Tag nach dem Hochzeitsfest fängt das frisch verheiratete Ehepaar sein selbstständiges Leben, unabhängig von allen anderen, an.

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