Das Treffen der Brautleute

Das Treffen der Brautleute

Nach alter Tradition wird auch heute noch das Brautpaar nach der Trauung mit Brot und Salz empfangen.

Der Weg zur Hochzeitszeremonie  wurde von Liedern begleitet.

Auf dem Weg zum Haus des Bräutigams wollte man verhindern, dass die Hochzeit misslingen könnte. So unternahm der Trauzeuge alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen, wie z.B. Gebete lesen und Sprichworte aufsagen, Steine von der Straße entfernen, die verhext sein könnten. Im Haus des Bräutigams wurde das Brautpaar nach alter Sitte von der Mutter des Bräutigams in einem nach innen gewandten Pelzmantel empfangen. Sie bestreute ihren Sohn und die Schwiegertochter mit Hafer und Hirse - dieses sollte  das junge Paar schützen und versprach Reichtum. Der Vater und die Mutter des Bräutigams segneten das Brautpaar und begleiteten sie zum Hochzeitstisch.

Nach alter Tradition wird auch heute noch das Brautpaar nach der Trauung mit Brot und Salz empfangen.

Der Eintritt in den Hochzeitssaal wird von Musik begleitet. Die Braut geht rechts am Arm des Bräutigams. Im Hochzeitssaal versammelt sich die Hochzeitsgesellschaft und einige Gäste bilden im Gang ein Spalier mit Hochzeitsrosen - was symbolisch für Glück steht, oder bauen ein Ehrentor. Am Ende des Korridors werden die Jungvermählten von ihren Eltern empfangen. Die Mutter des Bräutigams wartet mit 2 Gläsern Champagner , die Gäste warten ebenfalls mit einem Glas Champagner auf das Brautpaar. Die Mutter des Bräutigams empfängt das Brautpaar mit Brot und Salz. In die Mitte eines schönen langen Handtuchs wird ein rundes Schwarzbrot gelegt und mittig ein Salzstreuer befestigt.

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Begrüßung von der Mutter der Braut oder des Bräutigams:

"Liebe Kinder, wir gratulieren euch zu eurem Schritt in die Ehe, wünschen euch Glück, Gesundheit und langes Eheleben! Herzlich Willkommen in unserem Haus! Genießt unser Brot und Salz, und wir werden sehen, wer das Sagen im Haus haben wird." Die Frischvermählte beißen ein Stück vom Brot ab und tunken es in Salz. Anschließend darf sich die Braut und der Bräutigam gegenseitig mit dem gesalzenen Brotstück füttern. Wer das größte Brotstück hat, der wird auch im Haus das Sagen haben. Die Eltern gratulieren und küssen ihre Kinder. Dieses Ritual symbolisiert die wahre und aufrichtige Zustimmung und ist ein Zeichen, dass die jungen Leute von nun an die "Brotkrümmeln" eines großen Brotes sein werden.

Nach den Gratulationen

Alle Gäste werden nach den Glückwünschen zu den Tischen gebeten. Die Braut und der Bräutigam nehmen zuerst ihre Plätze ein. Die Braut sitzt rechts neben dem Bräutigam und die Eltern des Bräutigams auf der rechten Seite von der Braut. Dann setzen sich die Trauzeugen, alle Verwandten, Freunde und andere eingeladenen Gäste. Für die Unterhaltung sorgt eine Tamada, die das Wort von Zeit zu Zeit den Eltern für Glückwünsche, Toasts und Wünsche gibt.

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