Das Eindecken der Tische

Do, 20/11/2014 - 13:10
Das Servieren an den Sitzplätzen

Am Hochzeitstisch, wie auch an jedem anderen Festtagstisch, muss sehr sorgfältig bedient werden.

Das Menü sollte eine genügende Auswahl an Speisen und Getränken haben.

  • Je großzügiger die Auswahl an den Speisen ist, desto weniger sollte von jedem Gericht vorbereitet werden. Das gleiche gilt auch bei dem Getränkevorrat.
  • Eine ungefährliche Menge der Lebensmittel,  welche für eine Person benötigtwird wäre: Bouillon - eine Tasse; Fleisch oder Fisch – 150g; Beilage (aus Gemüse) – 200g; Süßes – 1 Portion; Obst – 100-200g.

Beim Eindecken der Hochzeitstische

  • In erster Linie sollte man auf die Ausstattung der Plätze für das Brautpaar, der Brauteltern, der Trauzeugen und der Brautführer achten.

  • Für jeden Gast wird 65-75 cm Platz am Tisch gerechnet. Das Brautpaar allerdings braucht mindestens jeweils 90-100 cm Platz. Man sollte jeweils rechts und links von Braut und Bräutigam ca. 20-25 cm  frei lassen, damit es dem Paar nicht an Bequemlichkeit fehlt.

  • Die Sitzplätze des Brautpaares sollten mit besonders feierlichem Geschirr und Besteck gedeckt sein.
  • Für das Eindecken der Tische sollte man Kenntnis über die Regeln haben:
  1. Zuerst wird ein flacher Essteller für jeden Gast in 1-2 cm von Tischrand hingestellt.
  2. Ca. in 10-12 cm links von diesem Teller wird ein Brotteller, der gleichzeitig auch für Butter dient, hingestellt.
  3. Auf den Essteller wird eine gestärkte, gefaltete Serviette aufgelegt.
  4. Wenn als erster Gang eine Bouillon oder Brühe serviert, legt man die Serviette links neben den Essteller. Die Tasse mit Bouillon oder Brühe wird auf einer Untertasse serviert.
  5. Der Löffel wird auf der Untertasse abgelegt.
  6. Wenn die Brühe ohne Brot serviert wird, muss der Tassengriff auf die rechte Seite zeigen.
  7. Links von dem Essteller wird gewöhnlich die Gabel gelegt, hinter ihr, näher zum Teller - die Tafelgabel (beide mit Spitzen nach oben).
  8. Rechts vom Essteller auf gleicher Ebene werden die Messer mit der Schneide zum Teller gelegt.
  9. Wenn eine Brühe oder Bouillon vorgesehen ist, muss vor dem Messer der Esslöffel liegen.
  10. Die klare Brühe wird in einer Tasse mit Griff serviert und sie kann, wie Tee, über den Rand getrunken werden. Die Tasse wird in der linken Hand gehalten. Wenn die Brühe in einer Tasse mit 2 Griffen serviert wird  (es ist eine Brühe mit Füllung), sollte die Brühe mit dem Löffel gegessen werden.
  11. Das Dessertbesteck platziert man oberhalb des Tellers.
  12. Zu den Tellern und dem Besteck, ordnet man nun Wein- und Wassergläser an.
  13. Das Wasserglas wird auf der rechten Seite, gegenüber der Messerschneide hingestellt. Andere Gläser werden in der Reinfolge aufgestellt, in welcher die Getränke gereicht werden.
  14. Als erstes, rechts wird ein Schnapsgläschen platziert, ein bisschen weiter links, in der ersten Reihe, ein Madeiraglas – anschließend jeweils ein Glas für Weißwein und Rotwein.
  15. Rechts vom Wasserglas, in der zweiten Reihe, wird ein Sektglas hingestellt.
  • Die Anzahl der Gläser und Weingläser auf dem Tisch hängt von der Getränkeauswahl statt.
  • Als beste Variante gelten die „4 – Kristalle“: großes Weinglas fürs Wasser, Sektglas, Weinglas und das Schnapsgläschen.

 

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Die Rheinfolge des Servierens der Hochzeitsgerichte

  • als erstes werden die Fischgerichte serviert.
  • Fisch in Öl, oder mariniert, und Fisch mit Beilagen.
  • Danach sind gefüllter Fisch, Fisch in Aspik und gekochter Fisch an der Reihe.
  •  Dann folgen Krabben, Seekrebse, Hummer, Miesmuscheln und Austern.
  • Als letztes Fischgericht werden Salate mit Fisch, Krabben und Krebsen serviert.
  • Nach den Fischsalaten werden die Fleischsalate und die kalten Platten mit Feisch serviert. Danach folgen die Gerichte mit Eiern, Käse und Butter.
  • Nach den kalten Platten serviert man die heißen Speisen.
  • Im Winter servieren einige Veranstalter zu den kalten Platten – heiße Fleisch- und Hühnerbouillon. Man kann zwischendurch Pausen einlegen und vielleicht ein Spiel machen, damit das Essen besser verdauen kann. Danach kann man zum Hauptgericht übergehen.
  • Es gibt mehrere Varianten des Hauptgerichtes. Vor allem ist es eine traditionell gebratene Gans, gefüllt mit Reis und Äpfeln. Auf der Hochzeit kann man 2 oder 3 heiße Gerichte servieren, darunter auch heiße gefüllte Pirogen, oder Pasteten mit Fleisch oder Fisch, Reis oder Kohlfüllung. Kleine Pirogen werden üblicherweise zusammen mit den kalten Platten serviert.

 

Man sollte beachten, dass bei den Gerichten auch das Auge mitisst!

  • Ist alles stilvoll angerichtet, löst das bei den Gästen Emotionen und eine feierliche Stimmung aus.
  • Zwischen den heißen Gerichten und dem Dessert kann man wieder eine Tanzpause einlegen, oder ein Spiel machen. Oftmals fällt diese Pause auf Mitternacht, wenn der Braut der Schleier abgenommen wird.
  • Vor dem Servieren des Desserts sollten die Reste der anderen Speisen vollständig von den Tischen geräumt sein.
  • Bis zum Ende der Feier müssen auf den Tischen die verschiedenen Erfrischungsgetränke immer wieder aufgefüllt werden.
  • Das Dessert kann außer aus Torten und Obst, auch aus Schokoladepralinen, Nüssen und Mandeln bestehen. Sehr beliebt sind auch könnten und verschiedene alkoholfreie Cocktails.
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