Braut werben

Braut werben

Heiratsvermittler für ein erfolgreiches Braut werben

Wenn Sie sich entschieden haben nach alten Regeln und Ritualen zu heiraten,  dann sollten Sie mit dem"Braut werben" starten.

Wenn der Bräutigam nicht den Mut hat, sich persönlich mit den zukünftigen Verwandten zu treffen, kann nach alter Tradition die Braut von den Eltern des Bräutigams, Pateneltern oder nahen Verwandten geworben werden.

Im alten Russland kamen speziell ausgebildete Personen vom Bräutigam als Heiratsvermittler geschickt in das Haus der Braut um die beiden zu verkuppeln. Manchmal war es eine Kupplerin, manchmal  die Eltern oder Verwandten des Bräutigams. Im Gespäch wurde nicht sofort von der Hochzeit gesprochen, es wurde langsam eingeleitet und in der Regel waren die Eltern der Braut nicht in Eile in eine Vermählung einzuwilligen. Die endgültige Antwort wurde nach dem zweiten oder dritten Besuch des Heiratsvermittlers gegeben. Gaben die Brauteltern ihre Einwilligung,  schnitt der Heiratsvermittler Brot auf. Wurde die Heirat verweigert, so gaben die Eltern der Braut das Brot an den Heiratsvermittler zurück, der die Tür mit dem Rücken schloß - es wurde angenommen, dass so dem Mädchen in der Zukunft eine Heirat schwer fiel.

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Für ein erfolgreiches "Braut werben" wurden eine Reihe von rituellen Handlungen und Vorsichtsmaßnahmen, im Zusammenhang mit alten Glauben und Vorzeichen eingehalten.

 Zum Beispiel glaubte man, dass am Mittwoch und Freitag keine Hochzeit und kein "Braut werben" stattfinden sollte - diese Tage sind ungünstig für die Ehe. Man achtete auch darauf, dass weder "Braut werben" noch die Hochzeit an einem 13.ten zustande kam. Gleichzeitig spielten ungerade Zahlen wie 3, 5, 7 und 9 eine zeremonielle Rolle, sie galten für eine glückliche Ehe. "Braut werben" - nach Sonnenuntergang (um böse Blicke zu vermeiden). Leute, den Hochzeitsvermittler auf dem Weg in das Haus der Braut begleitet haben, versuchten niemandem zu begegnen und mit niemanden zu reden. Nach dem "Braut werben" wurden Zuhause von den Frauen alle Töpfe und Zangen miteinander verbunden - für Glück für die weitere Verhandlung.

Modernes "Braut werben" hat einen dynamischen Charakter.

In der Regel muss der Bräutigam an einem bestimmten Tag zur genau angegebenen Zeit einen Besuch bei den Eltern seiner Zukünftigen abstatten. Zu diesem Anlass sollte er einen Anzug mit Krawatte tragen und zwei Blumensträuße mitnehmen. Einen Blumenstrauß schenkte er der Mutter der Braut,  und den zweiten Blumenstrauß bekam seine zukünftige Frau. Nach russischer Sitte bei russischen Hochzeiten ( svadba ) macht der Bräutigam einen Heiratsantrag, gewandt an die Eltern der Braut. Der Bräutigam beschreibt seine Gefühle zu deren Tochter und bittet um ihre Hand. Es ist ratsam den ersten Besuch als Familienfest anzukündigen um so Gesprächsstoff zu liefern. Wie auch zu alten Zeiten können das "Braut werben" statt des Bräutigams auch seine Eltern oder nähere Verwandtschaft übernehmen. Wenn die Eltern der Braut mit der Hochzeit einverstanden sind, legt der Vater der Braut die rechte Hand seiner Tochter in die Hand des zukünftigen Schwiegersohnes. Der Besuch kann hiermit enden. Nach dem "Braut werben" einigt sich das zukünftige Brautpaar für das Verlobungsdatum und kündigt es an.

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