Bedeutung der Hochzeitsbräuche

Mo, 20/08/2012 - 13:36
Bedeutung der Hochzeitsbräuche

Natürlich war es früher nötig alle Hochzeitsrituale zu befolgen, große Bedeutung hatten auch die Hochzeitsbräuche

Wann man am besten heiraten sollte; was man vermeiden sollte, um dem jungen Paar keinen Schaden zuzufügen; wie man das Paar vor bösen Blicken/Absichten schützt usw.

Die kirchliche Trauung war früher das Wichtigste, denn danach begann das Paar  Trauer und Glück gemeinsam zu erleben. Darüber gibt es Hunderte oder sogar Tausende von Liedern für das Brautpaar, ihre Eltern und Verwandten.

  • Wer im Mai heiratet, wird sich sein ganzes Leben lang ärgern.“

  • „Ich würde gerne heiraten, aber der Mai wird dies nicht zulassen.“

  • „Gute, nette Leute heiraten nicht im Mai.“

Nun, diese Sprichwörter sind zustande gekommen, weil im Mai die Feldarbeit beginnt und sich bis zum Herbst hinzieht. Der Mai galt als harter Monat, da die Wintervorräte allmählich aufgebraucht waren und es noch keine Ernte vom Sommer gab. Im Mai hat man also nicht geheiratet und sich auch nicht verlobt. Denn man glaubte, dass in diesem Monat keine glückliche, starke Familie entstehen könnte. Ein ganz ähnliches Sprichwort ist:

  • „Wer im Mai zur Welt kommt, wird ein ärgerliches Leben haben.“

Dieser Aberglaube findet sich meist bei den Leuten auf dem Land noch wieder, denn für sie spielt der landwirtschaftliche Zyklus noch eine große Rolle und sie versuchen, diese Sprichwörter nicht zu ignorieren. Dennoch finden im Mai viele Hochzeiten statt, und die Ehen sind nicht immer unglücklich. Das System kann nicht sicherstellen, dass es sich um sichere Inhalte handelt.

  • „Damit man sich in der Ehe nicht streitet, sollte die junge Frau beim Betreten der Wohnung des Mannes einen Teller zerschlagen, anschließend überspringen sie gemeinsam die Scherben.“

  • „Es ist nicht gut, wenn man bei der Trauung den Ehering fallen lässt, bevor man ihn an den Finger gesteckt hat.“

Diese Tradition ist dem Brauch entsprungen, in dem die Braut einen Topf zerbrochen hat. (Wenn der Topf beim Aufprall zerbricht, ist die Braut keusch.) Das Zerschlagen von Geschirr hat auch die Bedeutung von seinem Junggesellendasein Abschied zu nehmen.
Dieser Glaube stammt aus der Zeit, in der der Ring sehr stark als Symbol für die Ewigkeit betrachtet wurde. Wenn der Ring also fallen gelassen wird, hält die Ehe nicht ewig.

  • „Wessen Kerze während der Trauung schneller verbrennt oder ausgeht, der wird auch ein kürzeres Leben haben.“

  • „Wenn der Kranz während der Trauung herunterfällt, bedeutet dies den Tod für den, der darunter gestanden hat.“

  • „Wenn die Braut vor dem Altar ein Tuch fallen lässt, wird sie bald Witwe werden.“

Diese „Wahrheiten“ sind durch Symbole entstanden:
Eine heiße Flamme symbolisiert das Leben,
der Kranz steht für die Ewigkeit,
das Fallenlassen eines Tuches führt zu Tränen, denn früher hat man auf Beerdigungen Taschentücher um die Kerzen gewickelt.
Frischverheiratete sollten lieber gar nichts fallen lassen, denn dies ist kein gutes Omen. Er führt zu Verletzung und Verlust – nicht zwingendermaßen zum Tod. Die Ausnahme hierbei ist z.B. Geschirr, das extra für diesen Zweck vorgesehen war.

  • „Niemand sollte der Braut und dem Bräutigam den Weg abschneiden.“

Dadurch legt man dem Ehepaar nämlich Steine in den Weg und stielt ihr Glück. Um dies zu vermeiden, sollten z.B. die Trauzeugen vor dem Brautpaar gehen, um es zu schützen.

  • „Wenn während der Trauung Glocken läuten, bedeutet dies Glück.“

Glockenklang vertreibt nämlich böse Geister und böse Mächte. Außerdem steht er für die Stimme Gottes. Wenn die Glocken allerdings erst dann läuten, wenn das Brautpaar die Kirche bereits verlassen hat, ist es ein schlechtes Zeichen.

  • „Wenn der Braut ein Absatz bricht, wird das Familienglück humpeln.“

Das Abbrechen des Absatzes ist nicht nur währende der Trauung sondern im Allgemeinen ein schlechtes Omen. Es bedeutet zwar nicht das, jemand humpeln wird, sondern dass ein Liebeszauber über den Bräutigam gelegt wurde, damit er sich in die Braut verliebt.

  •  „Wenn die Braut eine Sicherheitsnadel verliert – verliert sie auch das Glück!“

Die Sicherheitsnadeln symbolisieren den Schutz eines Talismans. Wenn man ihn verliert, bringt dies in jedem Fall Unglück.

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Ruschnik Hochzeitsbrauch
  • „Bevor die Frischverheirateten ihre neue Wohnung betreten, wird vor die Schwelle ein geöffnetes Schloss gelegt, gleich nachdem das Brautpaar über die Schwelle getreten ist, wird das Schloss verriegelt und weggeschmissen.“

Schlösser haben in der „Familienmagie“ einen ganz hohen Stellenwert. Sie sind zum Einen sehr mächtige Glücksbringer, zum Anderen können sie sehr gefährlich für das Familienglück werden, wenn sie in die Hände von Zauberern oder Wahrsagern kommen.

  • „Am Tag der Hochzeit soll der Bräutigam sich unter beide Fersen Geld in die Schuhe legen, die Braut nur unter die linke Ferse.“

Einen besonderen Grund für diesen Brauch gibt es nicht. Es ist nur bekannt, dass die Braut nach der Hochzeit das Geld aus den Schuhen ihres Bräutigams zu sich nimmt. Es kommt lediglich die Frage auf, wo man so einen Bräutigam findet, der nichts dagegen hat.

  • Auf einer Hochzeit wird immer „Горько!“gerufen.

Dieser Brauch hat einen fernen Ursprung. Früher ist die Braut auf der Hochzeit mit einem Tablett mit Schnapsgläsern herumgegangen, die Gäste legten einige Scheine auf das Tablett, nahmen sich ein Glas und nachdem sie getrunken haben, sagten sie Горько, auf Deutsch: Bitter und vergnügten sich damit, einen Kuss von Bräutigam und Braut zu sehen. Mit der Zeit entwickelte sich das Wort Горько zu einer spaßigen Forderung, das Brautpaar solle sich küssen.
Die Schwiegereltern der Braut empfangen die Frischvermählten an ihrem neuen Haus mit selbstgebackenem Brot. Wer, ohne die Hilfe seiner Hände, ein größeres Stück abbeißt, wird in der Familie „die Hosen abhaben“. Das Brot ist ein Talisman, um das Böse fernzuhalten.

  • Am Tag nach der Hochzeit bringt die Schwiegermutter des Bräutigams Pfannkuchen vorbei.

Dieser Brauch wird heutzutage nicht mehr durchgeführt. Die Mutter der Braut wollte zu jener Zeit sichergehen, dass ihre Tochter bis zur Hochzeit Jungfrau gewesen ist und dies den Leuten nachher mitteilen. Wenn der Bräutigam die Mitte der Pfannkuchen nicht gegessen, sondern auf eine Seite des Tellers gelegt hat, bedeutet es, dass seine Frau keine Jungfrau mehr gewesen ist.

  • „Das Hochzeitsauto wird mit roten Schleifen und Bändern geschmückt.“

Die roten Bänder symbolisieren die Jungfräulichkeit der Braut – Blau würde das Gegenteil darstellen. Heutzutage haben diese Farben beim Schmücken des Hochzeitsautos jedoch keine besondere Bedeutung mehr.

  • „Die Braut darf die Schwelle des neuen Hauses nicht alleine betreten. Entweder geht sie mit dem Bräutigam zusammen oder er trägt sie über die Schwelle.“

Die Schwelle spielt eine ganz große Rolle in der Hochzeitsmagie. Man soll die Schwelle gemeinsam betreten, weil es die Einigkeit zwischen dem Ehepaar symbolisiert. Zum anderen bedeutet es, dass das Unglück, das unter der Schwelle verborgen ist, beide zusammen betrifft.

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